F2P = Alles gut?

Seitdem Dungeons and Dragons Online das monatliche Abonnement abgeschaffen hat, scheint ein regelrechter Boom ausgebrochen zu sein. Herr der Ringe Online, eines der erfolgreichsten MMOs geht den F2P Weg (Free to Play), Alien Swarm wurde kurz vor Release als kostenlose Grundversion veröffentlicht, Blizzard hält es für möglich, dass World of Warcraft in Zukunft auch das Abonnementen Modell ablegt. Heroes of Newerth veranstaltet immer längere „Free Weekends“.
Doch F2P ist nicht gleich kostenlos. Viele Spieler bemängeln den Shop im jeweiligen Spiel. Sie verschafft dem Spieler zu viele Vorteile, im PvP (Spieler gegen Spieler) sind die Gegner unbezwingbar und der einzige Ausweg scheint dann doch nur noch der Cashshop zu sein. Doch heute geht es um etwas anderes.
Und zwar: Ist das F2P wirklich so gut für den Entwickler und Spieler?
Für die Vertreiber des Spieles scheint es aus erster Sicht unvorteilhaft zu sein. Das Publikum spielt das Spiel, ohne einen einzigen Cent zu bezahlen, während man die Serverkosten bezahlen muss und gegebenenfalls auch noch die Entwickler bezahlen muss, um Sicherheitslücken, Bugs, Exploits etc. zu entfernen.
Doch manchen wird es wundern, wieviel Geld man durch einen Cashshop bzw. Micropayments verdienen kann. So scheint DDO durch den Wechsel die aktive Spieleranzahl mehr als verdoppelt zu haben. DDO warf seit dem Wechsel mehr Gewinn ein und so war es nicht verwunderlich, dass Herr der Ringe Online auch zum F2P Modell wechselt. Das Geheimnis liegt in den sogenannten Micropayments. Der Spieler, bezahlt täglich kleine Geldmengen um kleine Vorteile im Spiel zu bekommen. Doch wehe man sich versieht, hat man am Ende sogar mehr bezahlt, als wenn man ein Spiel monatlich abonniert hätte. Drei Rückkehrrollen für zwei Euro sind zwar wenig – oder viel? Aber wer täglich virtuelle Gegenstände aus dem Shop erwirbt, wird ganz schnell mehr als 13 Euro monatlich bezahlt haben. Spieler um Spieler bezahlen viel Geld und bekommen meist weniger geboten als seine P2P Konkurrenten.
Spieler zahlen für Qualität und Dinge die unterhalten und meistens ist dies bei F2P Spielen nicht der Fall. Abgesehen von League of Legends, die wirklich hervorragende Arbeit geleistet haben, indem sie im Shop nur dekorative Gegenstände verkaufen, gibt es wirklich nur wenige Spiele die einen „fairen“ Shop anbieten.
Und so wird das Akronym „F2P bei einigen Online Communities schon fast hassvoll ausgesprochen. Denn unerfolgreiche oder moderat erfolgreiche MMOs besitzen oft eine große Anzahl an Cheater. Das Spiel selbst wird teilweise garnicht mehr durch Gamemasters (GM) unterstützt und Patches folgen kaum noch.

Und wer mich nun fragt, ob ich F2P oder P2P bevorzuge? Ich weiß es nicht. Manchmal können F2P Modelle für beide Seiten gut ausgehen, siehe LoL, Dragonica oder DDO. Aber wer innovative Spiele sucht, die viel Inhalt bieten, sollte bei AoC, War und WoW bleiben. Bei der teilweise sehr schnellen Entwicklung der Onlinespiele würde ich aber dennoch sagen, dass der Qualitätsstandart bei den MMOs in den nächsten Jahren enorm steigern wird und wenn weitere Top MMORPGs wie LotRo auf das F2P Modell umsteigen, wird man wohl (leider) nicht über Free to Play hinwegkommen.
Teilweise geschieht das schon und so würde ich sagen, dass Black Prophecy, Vindictus und Divine Souls zu den Vorreitern dieser qualitativ hochwertigen MMOs gehört.

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